Nanoaquaristik
Allgemein
Unter Nanoaquaristik versteht man im Allgeinen die Hälterung von Tieren und Pflanzen in Aquarien unter 56 Liter Inhalt.
In Österreich ist darauf zu achten, dass die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes keine Zierfische unter 56 Liter Aquarieninhalt erlaubt außer zur Aufzucht.
Nanoaquarien sind grundsätzlich instabiler als normale Aquarien. Aufgrund der geringen Wassermenge sammeln sich Schadstoffe schneller an.
Bei Pflanzen ist darauf zu achten, dass sie nicht allzu großwüchsig und hochwüchsig sind. Geeignet sind vor allem diverse Moose und Farne, ebenso Stengelpflanzen wie Mayaca- oder Ludwigienarten. Bei den all so beliebten Zwergspeerblättern (Anubias sp.) ist darauf zu achten, dass diese Oxalsäure abgeben und diese vor allem für Wirbellose nicht ganz so zuträglich ist. Also Achtung: nicht mehr als 2 Blätter pro 10 Liter wegschneiden!
Von der Technik ist eigentlich alles gleich wie bei normalen oder großen Aquarien. Voraussetzung ist: Filter, Licht, CO2. Eventuell ein Heizstab (je nachdem wie hoch die Umgebungstemperatur und die Art der gepflegten Tiere). Wenn Wirbellose eingesetzt werden sollen darauf achten, dass der Filter die Tiere nicht einsaugen kann.
Pflanzen, hier vor allem Moose und Farne benötigen ebenfalls Licht. Eine Beleuchtungszeit von 10-12 Stunden tgl. ist auch hier von nöten. Moose wachsen in der Natur vom Land in das Wasser - hier ist eine ausreichend starke Lichtversorgung sehr wichtig. Ansonsten kann es zu Kümmerwuchs oder gar zum Auflösen und Absterben der Pflanze kommen. Da CO2 nicht aus der Luft entnommen werden kann ist eine CO2-Versorgung ebenfalls notwendig. Viele Aquarianer meine ohne oder mit flüssigem oder anderem CO2 auszukommen. Wichtig dabei ist: konstante Zufuhr um den pH-Wert und den CO2-Wert ziemlich gleich hoch zu halten. Meiner Meinung nach funktioniert das am besten mit einer CO2-Versorgung aus der Einweg- oder Mehrwegflasche. Ein exakter Manometer dazu erleichtert das Einstellen der richtigen Blasenzahl.
Aufbau Nanoaquarium
Nanoaquarien sind extrem kleine Auschnitte aus der Natur. Um ein biologisches Gleichgewicht zu erhalten müssen Sie sehr genau und gewissenhaft arbeiten.
1.- Zuerst wird der Bodengrundünger in den Glaswürfel eingebracht. Mindestens 2 cm sollten es schon sein.
2.- Danach kommt feiner Sand/Kies in einer Körnung bis max. 2 mm. Eine Struktur nach hinten ansteigend ist empfohlen
3.- Filter (am besten einen für Garnelen geeigneten) anbringen
4.- CO2-Anlage montieren (Blasenzahl einstellen - ca. 1 Bläschen pro Liter Wasser)
5.- Pflanzen und Moose je nach Geschmack dekorieren. (ca. 80% des Beckens sollte bewachsen sein)
6.- Wasser einbringen. Darauf achten, daß ein guter Wasserleitungsaufbereiter verwendet wird.
7.- Licht montieren (Beleuchtungszeit zwischen 8-12 Stunden täglich)
Garnelenhaltung
Für Garnelen gilt bis auf ein paar Besonderheiten das selbe wie für Zierfische.
1.- Garnelen sind empfindlich auf Schadstoffe im Wasser (Nitrit, Ozon, Oxalsäure)
2.- Nicht jeder Wasserleitungsaufbereiter eignet sich für die Garnelenhaltung.
3.- Garnelen dürfen keinenfalls in den Fiter eingesaugt werden.
4.- Garnelen benötigen ca. 20 - 26°C (beim Händler erfragen)
5.- Garnelen benötigen auch Futter (Spezialfutter, Spinatblätter, Algenblätter, Seemandelbaumrinde oder -blätter)
6.- pH-Wert bei ca. 6,0 - 7,8
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